Telezentrische Objektive und Telezentrische Beleuchtung für hochentwickelte Bildverarbeitung und Anwendungen der Dimensionskontrolle

Telezentrische Objektive und optische Systeme für Abbildung, Metrologie, Sensoren, Projektion und Laser

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FAQS - HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

Was ist der Unterschied zwischen MTF (Modulation Transfer Function) und CTF (Contrast Transfer Function)?
CTF drückt die Kontrastreaktion des Objektivs aus, wenn ein "quadratisches Muster" (Schachbrett-Stil) abgebildet wird; dieser Parameter ist der nützlichste für die Einschätzung von Kantenschärfe in messtechnische Anwendungen. MTF hingegen ist eine Kontrastreaktion, die durch die Abbildung eines sinusförmigen Musters mit Graustufen von 0 und 255 erzielt wird; dieser Wert ist schwieriger in einen nützlichen Parameter für Machine Vision Anwendungen zu verwandeln.

 

Bedeutet Telezentrie, dass "die innere oder äußere Objektwände vollständig verschwinden"?
Nicht wirklich. Selbst mit perfekt telezentrischen Objektiven treffen nur die Hälfte der Strahlenkegel, die von den Rändern des Objekts kommen, tatsächlich auf den Detektor. Aus diesem Grund entsteht eine gewisse Unschärfe bei der Abbildung der inneren oder äußeren Objektkanten. Dieser Effekt kann mittels kollimierter Quellen reduziert oder sogar beseitigt werden.

 

Was ist die Verzeichnungskorrektur?
Da telezentrische Objektive Objekte aus der wirklichen Welt sind, weisen sie eine gewisse Restverzeichnung auf, die die Messgenauigkeit beeinträchtigen kann. Die Verzeichnung beschreibt die prozentuale Abweichung der tatsächlichen von der idealen Bildhöhe und sie kann durch ein Polynom zweiter Ordnung näherungsweise bestimmt werden. Wenn wir den radialen Abstand von der Bildmitte wie folgt bestimmen

Ra = tatsächlicher Radius

Re = idealer Radius

wird die Verzeichnung als Funktion von Ra berechnet:

dist (Ra) = (Ra - Re)/Ra = c*Raˆ2 + b*Ra + a

wo a, b und c konstante Werte sind, die den Verlauf der Verzeichnungskurve definieren. Zu beachten ist, dass "a" in der Regel Null ist, weil die Verzeichnung in der Bildmitte in der Regel Null ist. In einigen Fällen könnte ein Polynom dritter Ordnung erforderlich sein, um eine perfekte Anpassung der Kurve zu erhalten. Außer der radialen Verzeichnung ist auch die Trapezverzerrung zu berücksichtigen. Dieser Effekt kann, aufgrund der Fehlausrichtung zwischen optischen und mechanischen Komponenten, als perspektivischer Fehler betrachtet werden. Die Folge davon ist die Umwandlung von parallelen Linien im Objektraum in konvergente (oder divergierende) Linien im Bildraum. Ein solcher Effekt, der auch als "keystone-" oder "thin prism-"Effekt bekannt ist, kann leicht durch sehr gebräuchliche Algorithmen korrigiert werden. Diese Algorithmen berechnen den Punkt, an dem konvergente Linienbündel sich kreuzen. Interessant ist, dass Radial- und Trapezverzeichnung zwei völlig unterschiedliche physikalische Phänomene sind. Demzufolge können sie mathematisch durch zwei voneinander unabhängige Funktionen der Raumtransformation korrigiert werden, die auch in der Folge angewendet werden können. Ein alternativer (oder zusätzlicher) Ansatz besteht darin, beide Verzeichnungen örtlich und unverzüglich zu korrigieren: das Bild eines gitterartiges Musters wird verwendet, um die Summe der Verzeichnungsfehler und ihre Orientierung durch Bereiche zu definieren. Das Endergebnis ist ein Vektorfeld, in dem jeder Vektor mit einem bestimmten Bildbereich assoziiert wird. Jeder Vektor definiert die Korrektur, die auf die Messungen von x- und y-Koordinaten innerhalb der Bildbereichs anzuwenden ist.

 

Warum ist "Telezentriebereich" ein irreführender Begriff?
Einige Anbieter sprechen von einem angeblichen "Telezentriebereich", was bedeutet, dass der maximale Fehler innerhalb eines bestimmten (in mm ausgedrückten) Tiefenbereichs, innerhalb einer bestimmten (in der Regel in Mikron ausgedrückten) Summe bleiben würde. Dieser Parameter ist etwas sinnlos und aus optischer Sicht möglicherweise irreführend. Einfallende Strahlenkegel weisen eine maximale, in Grad ausgedrückte Neigung auf, die von der Telezentrie des Objektivs abhängt. Weil die Strahlen im Raum "gerade verlaufen", kann man sagen, dass "der gesamte Raum telezentrisch ist"! Wir garantieren, dass unsere Objektive eine maximale telezentrische Neigung von, in Radianten umgerechnet, 0,1 °, 0,0017 (1,7 mrad) haben, obwohl die typischen Abweichung von der perfekten Telezentrie in Tests in der Regel die Hälfte davon, etwa 0,0008 rad (0,8 mrad), beträgt. Das bedeutet, dass der maximale Fehler für eine Verschiebung von 1 mm weniger als 1 Mikrometer beträgt. Ein wesentlicher Unterschied zwischen uns und unseren Mitbewerbern ist, dass sie einen Wert für Telezentrie nur angeben, und wir diesen Parameter tatsächlich mit spezifischen Prüfgeräten messen und die Telezentrie jedes Objektivs mit einem Prüfbericht bescheinigen.

 

Wie baue ich ein großes telezentrisches Objektiv zusammen?
Große telezentrische Objektive, wie TCxx120, TCxx144, TCxx192 und Tcxx240 Objektive, besitzen einen großen Montageflansch, der in der Mechanik eingebaut ist.
Sobald die Kamera montiert ist, kann die Rotationsphase der Kamera eingestellt werden, um FOV und Detektorseiten auszurichten, gemäß einer dieser 3 Optionen:

  1. Der Aufbau eines Halteflanschs mit elliptischen Bohrungen: die Objektiv + Kamera-Phase kann durch Drehen des gesamten Zusammenbaus eingestellt werden. Die Linse kann dann durch Einfügen von Schrauben in die Bohrungen auf dem Objektivflansch arretiert werden.
  2. Der Aufbau eines Halteflanschs, bei dem der Objektivflansch frei drehen kann: Nachdem die richtige Phase gefunden ist, können die beiden Flansche zusammen geschoben werden und mittels Schrauben befestigt werden.
  3. Ein besonder, drehender C-Mount-Adapter kann auf Anfrage auf das Objektiv vormontiert werden. Wenn die richtige Phase gefunden ist, kann der Zusammenbau durch drei radiale Stifte gesperrt werden.

 

Kollimierende Quellen

F. Sind die in der LT CL-Serie verwendeten Linsen die gleichen, die in kompatiblen telezentrischen Objektiven verwendet werden (z.B.: LT CL 120 im Vergleich zu TZ 12 120)?
A. Nein, es gibt Unterschiede zwischen telezentrischen Objektiven und Beleuchtungen, weil sie auf unterschiedliche Weise funktionieren (telezentrische Objektive nehmen "telezentrische Kegel" auf, während kollimierende Quellen im wesentlichen ein paralleles Strahlenbündel projizieren).


F. Wird die Schärfentiefe für die Produkte der LT CL-Serie angegeben?
A. Da LTCL Beleuchtungen nicht-bildgebende Komponenten sind, ist die Tiefenschärfe bedeutungslos: kollimierte Beleuchtungen müssen immer in Kombination mit einem telezentrischen Objektiv verwendet werden, folglich können die Schärfentiefe und andere optische Angaben nicht, wie bei herkömmlichen Einzelleuchten, angegeben werden.

F. Warum wird die Divergenz von kollimiernden Quellen nicht angegeben?
A. Da LTCL-Beleuchtungen in Kombination mit telezentrischen Objektive verwendet werden müssen, hängt die Blendenöffnung des optischen Systems nur von der Aperturblende des telezentrischen Objektivs ab. Aus diesem Grund ist die Divergenz einer kollimierenden Quelle ein nichtrelevanter Wert. Die Divergenz der Beleuchtungen reicht von 0,1° bis 1°. Der Kollimationsgrad von LED-Quellen ist geringerer als der von Laserkollimatoren, welche hingegen aufgrund von stark die Messgenauigkeit beeinträchtigenden Beugungseffekten nicht wirksam in Machine Vision Anwendungen eingesetzt werden können.

F. Zu welchen Veränderungen kommt es hinsichtlich der Schärfentiefe eines telezentrischen Objektiv, wenn man eine telezentrischen Beleuchtung der LT CL-Serie mit kompatiblen telezentrischem Objektiv verbindet?
A. Die Verwendung einer kollimierten Quelle erhöht die natürliche Schärfentiefe des telezentrischen Objektivs um ca. +20/30%. Das aber hängt auch von anderen Faktoren ab, wie Linsenart, Lichtfarbe, Pixelgröße und Methode zur Berechnung der Schärfentiefe. Da die numerische Apertur einer Beleuchtung niedriger als die numerische Apertur des telezentrischen Objektivs ist, verhält sich das optische System so, als ob das Objektiv die gleiche numerische Apertur wie die Beleuchtung hinsichtlich der Schärfentiefe hätte, und behält dabei die gleiche Bildauflösung wie bei der numerischen Apertur des vorhandenen telezentrischen Objektivs.

F. Warum gibt es keine Information über die Gleichmäßigkeit der Beleuchtung in der Dokumentation der LTCL Serie?
A. Die Gleichmäßigkeit der Lichtquelle allein ist nicht sinnvoll: Wichtig ist nur die Gleichmäßigkeit der Bildhelligkeit, die durch die Kombination von Beleuchtung und telezentrischem Objektiv gegeben wird. Die durch diese Kombination gewährleistete Homogenität der Ausleuchtung befindet sich in der Regel innerhalb von +/- 10% Inhomogenität.

F. Warum wird GRÜNES Licht für diese Produkte empfohlen?
A. Alle Objektive, die im sichtbaren Lichtspektrum arbeiten, einschließlich der OE telezentrischen Objektive, sind durch das ganze VIS-Spektrum achromatisiert. Allerdings sind die Parameter hinsichtlich von Objektivverzeichnungs und Telezentrie in der Regel für die Wellenlängen in der Mitte des VIS-Bereich optimiert, und das ist das grüne Licht. Außerdem ist die Auflösung tendenziell besser im Spektrum des grünen Lichts, wo die Achromatisierung fast perfekt ist.

"Grün" ist auch besser als "Rot", weil eine kürzere Wellenlängenbereich die Beugungsgrenze des Objektivs und die maximal erreichbare Auflösung erhöht.

 

Warum sind die telezentrischen Objektive von OE nicht mit einer Irisblende ausgestattet?
Unsere telezentrischen Objektive umfassen keine Irisblende, aber auf Anfrage können wir vor Versand die Blende des Objektivs wie gewünscht einstellen, ohne dass unseren Kunden dafür zusätzliche Kosten oder Verzögerungen entstehen.
Es gibt sehr viele Gründe dafür, wieso unsere Objektive keine Irisblende umfassen, so dass die richtige Frage eigentlich die folgende ist: "Warum statten andere Hersteller ihre Objektive mit einer Irisblende aus?":

  • der Zusatz eines Irisblende erhöht den Preis eines Objektivs, auch wenn diese Funktion nur einmal oder zweimal im Laufe des gesamten Lebenszyklus des Produkts benutzt wird;
  • durch das Einfügen einer Irisblende verliert die Mechanik an Präzision und die optische Ausrichtung an Genauigkeit;
  • wir wären nicht in der Lage, die Objektive mit der gleichen Blende zu testen, die der Kunde verwendet;
  • die Position der Irisblende ist weniger präzise als bei einer Metallblende: das wirkt sich stark auf die Telezentrie aus;
  • die Geometrie der Irisblende ist polygonal, nicht kreisförmig: Dadurch wird die Neigung der Hauptstrahlen durch das Sichtfeld verändert und die Verzeichnung und Auflösung des Objektivs beeinflusst;
  • Irisblenden können nicht so gut zentriert werden, wie festen, runde Blenden: Eine korrekte Zentrierung ist wesentlich für eine gute Telezentrie des Objektivs;
  • nur eine kreisförmige feste Blende ergibt die gleiche Helligkeit für alle Objektive;
  • eine einstellbare Irisblende ist in der Regel nicht flach, und dies führt zu Ungewissheit in der Raststellung, die bei telezentrischen Objektiven von entscheidender Bedeutung ist!
  • eine Irisblende ist ein beweglicher Teil, der unter den meisten Industriebedingungen Gefahren verursachen kann. Vibrationen können leicht die Mechanik lockern oder die Blendenöffnung des Objektivs ändern;
  • die Einstellung der Irisblende kann versehentlich vom Benutzer verändert werden und dadurch würde die Konfiguration des ursprünglichen Systems verändert werden;
  • Endnutzer bevorzugen weniger Optionen und weniger Einstellungen in einem MV-System;
  • Blenden, die kleiner als OE Blenden sind, haben keinen Sinn, da die Auflösung aufgrund der Beugungsgrenze abfällt. Auf der anderen Seite würden viel größere Blenden die Schärfentiefe verringern.
Die Standard-Blende von OE Objektiven optimiert Bildauflösung und Schärfentiefe.

 

Warum verfügen die OE telezentrische Objektive nicht über einen Mechanismus zur Scharfeinstellung?
Sowohl eine Irisblende als auch ein Mechanismus zur Scharfeinstellung verursachen ein mechanisches Spiel in dem beweglichen Teilen des Objektivs. Das wirkt sich negativ auf die Zentrierung des optischen Systems aus und verursacht eine Trapezverzerrung. Ein weiteres Problem betrifft die Radialverzeichnung: Die Verzeichnung eines telezentrischen Objektivs kann nur klein gehalten werden, wenn die Abstände zwischen den optischen Komponenten auf bestimmte Werte festgesetzt sind: die Verschiebung jeglichen Elements aus der korrekten Position würde die Objektivverzeichnung vergrößern. Ein Fokussierungsmechanismus bewirkt eine unsichere Anordnung der Linsen in einem optischen System und ergibt keinen Verzeichnungswert. Die Verzeichnung würde dann andere Werte aufweisen, als die bei unserer Qualitätskontrolle gemessenen.

 

Blendenzahl, effektive Blendenzahl und numerische Apertur

N.A. = sin(Theta)

Theta ist die Hälfte des Kegelwinkels, der durch die in das optische System eintretende oder aus ihm austretenden Strahlen begrenzt wird. Die Blendenzahl wird als Verhältnis zwischen der Apertur (D) und der Brennweite der Linse (f) definiert.

Blendenzahl = f/D

Für kleine Werte von Theta:

Blendenzahl = 1 /(2 *N.A.)

folglich

N.A. = 1/(2 * Blendenzahl)

Beachten Sie, dass N.A. (und Blendenzahl) sich sowohl auf Bild- als auf Objektraum beziehen, da sie den Kegelwinkel von eintretenden und austretenden Strahlen definieren können. Normalerweise bezieht sich die Blendenzahl auf Bildraum und N.A. und wird eher im Objektraum (eintretende Strahlen) verwendet. Bei Makro-Objektiven, wie z.B. telezentrischen Objektiven, verliert der Parameter der Blendenzahl seine Bedeutung, weil das Objekt sich nicht in der unendlichen Position befindet; die effektive Blendenzahl sollte stattdessen verwendet werden. Diese zwei Parameter sind in folgender Formel enthalten:

Effektive Blendenzahl = (1 + Vergrößerung) * Blendenzahl

Beachten Sie auch, dass

N.A.(Objekt) = Vergrößerung * N.A.(Bild)

und folglich

effektive Blendenzahl(Objekt) = effektive Blendenzahl (Bild) / Vergrößerung.

 

Schärfentiefe telezentrischer Objektive
Die Schärfentiefe von OE telezentrischen Objektiven ist in Unterlagen und auch in Produktbeschreibungen angegeben. Für die meisten Objektive der TZ-Serie, entspricht die angegebene Schärfentiefe die GESAMT Schärfentiefe bei Blendenzahl 8. Die Schärfentiefe, die für Messanwendungen berücksichtigt werden kann, ist in der Regel viel größer, als die Schärfentiefe für Defektinspektion, wo der Bildkontrast so hoch wie möglich sein muss: In vielen Fällen ist Defokussierung vorteilhaft für die Messgenauigkeit, die auch sehr gut sein kann, wenn der Bildkontrast nicht akzeptabel ist. Aus diesem Grund weist unserer Dokumentation darauf hin, dass "am Rand der Schärfentiefe kann das Bild noch für die Messung verwendet werden, um aber für ein sehr scharfes Bild sollte nur die Hälfte der nominalen Schärfentiefe in Betracht gezogen werden". Schärfentiefe ist eine sehr schwierig zu definierender Parameter: er hängt von Vergrößerung, Blendenzahl, Wellenlänge, Pixelgröße und von der Empfindlichkeit des vom Kunden verwendeten Kantenextraktionsalgorithmus ab. Aus diesem Grund gibt es KEINE objektive oder standardisierte Möglichkeit Schärfentiefe zu definieren: Sie ist ein subjektiver Parameter. Eine einfache Faustregel für die schnelle Berechnung der Schärfentiefe ist die folgende:

Schärfentiefe = (WFN * p * k) / (V * V)

wo

V = Vergrößerung

WFN = effektive Blendenzahl

p = Pixelgröße (in Mikron)

k = anwendungsspezifische Parameter

Der k-Parameter ist bedingt durch die Anwendungsart. Für telezentrische Messanwendungen, ist 0,015 ein vernünftiger k-Wert, während für Defektinspektionen k bei etwa 0,008 angesetzt werden sollte. Aufgrund der beidseitigen Telezentrie ist die Schärfentiefe unserer Objektive besser für eine bestimmte Vergrößerung und effektive Blendenzahl.

 

Schnittweiteneinstellung
Viele Kameras halten sich nicht an den industriellen Standard für C-Mount (17,52 mm), der den Flansch-zu-Detektor Abstand (Brennweite von Flansch) definiert. Abgesehen von allen Fragen hinsichtlich der mechanischen Ungenauigkeit, berücksichtigen viele Hersteller nicht die Stärke des Schutzglases des Detektors. Auch bei allerdünnstem Schutzglas ist es immer noch ein Teil des Flansch-zu-Detektor Abstands. OE-Objektive sind voreingestellt, um bei nominal C-Mount-Abstand zu arbeiten; allerdings werden unsere telezentrischen Objektive mit einem Set von Zwischenringen und mit Anweisungen zur optimalen Schnittweiteneinstellung geliefert.

 

LED Pulsieren mit OE Beleuchtungen
Die meisten der OE LED-Beleuchtungen können durch eine 12 oder 24 V DC-Quelle versorgt werden. Die LED-Beleuchtung wird von einem inneren Schaltkreis (einem elektronischem Vorschaltgerät) betrieben, der sowohl die optische Durchsatz-Stabilität als auch einen sicheren Betrieb gewährleistet. Anhand eines Trimmers auf der Rückseite des Gerätes kann der Fluss des LED-Stroms und somit der Lichtstrom eingestellt werden. Falls bei sehr kurzen Belichtungszeiten eine pulsierende Quelle benötigt wird, kann die LED-Beleuchtung direkt durch den Anschluss eines dritten unabhängigen Kabels versorgt werden. Angaben zum Pulsbetrieb finden Sie in unseren Produktbroschüren. Wenn man eine Kombination aus einer kollimierten Quelle der LTCL-Serie mit einem telezentrischen Objektiv verwendet, wird das gesamte von der Lichtquelle ausgestrahlte Licht vom telezentrischen Objektiv gesammelt. Das macht diese Konfiguration hinsichtlich der Energiebilanz erstaunlich effizient. Der Detektor ist sehr hell beleuchtet, was sehr kurze Integrationsszeiten ermöglicht und von der Notwendigkeit eines Pulsbetriebs befreit.

 

Beugungsgrenze und Kontrastübertragungsfunktion mit kleinen Pixeldetektoren
Viele Integratoren benutzen hochauflösende Kameras und sehr kleine Pixel ohne die effektive Leistung des Objektivs in Betracht zu ziehen. Die Auflösung eines Objektivs wird in der Regel durch die MTF-Grafik (Modulationsübertragungsfunktion) ausgedrückt, die die Linsenreaktion durch die Abbildung eines sinusförmigen Musters aufzeigt. Allerdings ist die CTF (Kontrastübertragungsfunktion) ein interessanterer Parameter. Sie zeigt den Kontrast anhand der Abbildung eines schwarz-weißen Streifenmusters und simuliert so das Verhalten einer Linse bei der Abbildung einer Objektkante. Wenn "s" die Stärke eines weißen oder schwarzen Streifens im Objektraum ist, wird die zugehörige Ortsfrequenz w (in der Regel in Linienpaaren/mm ausgedrückt) wie folgt berechnet:

w = 1/2s.

Für jeden Wert von w, wird der Kontrast wie folgt berechnet:

CTF (w) = (Iw - Ib) / (Iw + Ib)

dwo Iw und Ib die maximalen, auf der Bildebene zu messenden Intensitäten (oder "Graustufen") für die jeweils weißen und schwarzen Streifen sind. Die CTF ist durch die Beugung begrenzt. Die Grenze nimmt mit steigender Blendenzahl ab: für eine vorgegebene Ortsfrequenz w, steigt die CTF mit zunehmender, effektiver Blendenzahl. Gleichzeitig wird die CTF auch durch den Wellenlängenbereich bedingt: je kürzer die Wellenlänge, desto höher die CTF. Wenn man die CTF als Funktion dieser Parameter darstellt, ergibt sich Folgendes:

CTF = CTF (w , WFN, Lambda)

wo

w = Ortsfrequenz in Linienpaaren/mm

WFN = effektive Blendenzahl

Lambda = Wellenlänge (in mm)

die "Grenzfrequenz" wird als w-Wert definiert, für welchen:

CTF = 0

was zutrifft, wenn

w = 1/( CTF * Lambda)

zum Beispiel, ein Objektiv der TZ-Serie mit der effektiven Blendenzahl 8, und im grünen Lichtspektrum (Lambda = 0,000587 mm) angesiedelt, hat eine Grenzfrequenz von:

w(Grenz) = 1/(8 * 0,000587) = 213 lp/mm

was einer Pixelgröße von etwa 1 / (2 * 213) = 2,3 Mikron entspricht.

Theoretisch würde niemand eine Linse mit sehr schwachem Kontrast (CTF) bei der Ortsfrequenz der Pixel verwenden; allerdings scheint eine kleine Pixelgröße sich positiv auf die Reduzierung von Bildrauschen und die Definition des Objektprofils auszuwirken. Obwohl die Erhöhung der Auflösung weniger proportional als die Pixelgröße (weil die CTF-Kurven abnehmen, wenn die Ortsfrequenz steigt) ist, gibt es aus diesem Grund trotzdem noch einige gute Gründe, um kleine Pixel zu verwenden. Ferner erfolgt die Kantendetektion in zwei Dimensionen. Daher lässt eine starke Verringerung der Pixelgröße die Anzahl der Pixel in einem bestimmten Bildbereich steigen und die Kantendetektion wahrscheinlich effizienter werden. Man könnte sagen, dass eine kleinere Blendenzahl die CTF-Kurve ansteigen lässt. Auf der anderen Seite hingegen verursacht eine kleine Objektdefokussierung Unschärfe und Kontrastabfall. Das wäre die selbe Wirkung, wie bei einer Verringerung der CTF-Werte! 3,45 Mikron-Pixel (z. B. in 5,5 Mpix-Kameras ) bewirken eine Ortfrequenz von etwa 1/0, 00345 = 289 Linien/mm, ca. 150 Linienpaare/mm. OE Vis telezentrische Objektive sind bis zu dieser Frequenz fast beugungsbegrenzt, sind sie somit mit diesem Detektortyp kompatibel. Für noch kleinere Pixelgrößen hat OE die UV telezentrische Objektive konzipiert. Diese Objektive arbeiten im UV-Wellenlängenbereich (bei kürzeren Wellenlängen). Das erhöht die Beugungsgrenze und macht die Auflösung mit sehr kleinen Pixelgrößen kompatibel.

 

F-Mount-Schnittstelle und Flankenspiel
Viele standardisierte F-Mount-Adapter für Standard-Fotoobjektiven leiden unter Flankenspiel: die F-Mount-Schnittstelle ist in sich elastisch, weil sie auf vorgespannten Federn basiert.
F-Mount ist ein kommerzieller und nicht ein industrieller Standard, es gibt somit keinen objektiven Bezug für die Definierung der Federvorspannung oder der genauen mechanischen Toleranzen.
Aufgrund ihrer Elastizität könnte die F-Mount-Schnittstelle problematisch sein, wenn das Kameraobjektiv schwer ist und das System Vibrationen ausgesetzt ist (selbstverständlich ist es nicht empfehlenswert, das Objektiv allein mit dem Kamera-F-Mount an der Kamera zu befestigen).
Mögliche Wege zur Überwindung des Flankenspiels könnten sein:

  • auch die Kamera zu arretieren;
  • verschiedene Kamera-Adapter auszuprobieren;
  • die Vorspannung der Federn zu erhöhen.

 

Beschichtungarten von Pattern
OE liefert sowohl lasergravierte als auch photolithographische Pattern für Projektion oder Kalibrierung von Verzeichnung.

LASERGRAVUR
Ein Glassubstrat wird mit dielektrischen Material mehrfach beschichtet. Das Ergebnis ist ein "dichroitischer" Spiegel, der einer Aluminiumbeschichtung ähnelt. Dann wird eine Laserquelle verwendet, um Teile des Substrats zu entfernen und das Licht durch die gravierten Oberflächenbereiche durchzulassen. Diese Technik ist schnell, kostengünstig, aber nicht sehr genau, da die Größe der Laserpunkte 30-40 Micron beträgt und eine wirkliche geometrische Auflösung nicht genau bestimmt werden kann.

FOTOLITHOGRAPHIE
Ein chrombeschichtetes Glassubstrat. Mit einer ähnlichen Technik, wie bei der Fertigung von Leiterplatten, wird ein Fotowiderstand auf die Chromschicht gesetzt und UV-belichtet. Mit Säure werden dann unentwickelten Bereiche der Fotowiderstände entfernt, um das gewünschte verchromte Muster auf der Glasfläche zu erhalten. Mit Hilfe der UV-Entwicklung, die mittels hochpräzisem Plotter durchgeführt wird, ist leicht eine geometrische Genauigkeit im Bereich von wenigem Mikrons auf einer Fläche von wenigen Millimetern möglich. Die Rauhigkeit (1,5 Mikron oder weniger) der Musterkanten ist auch sehr beschränkt.

 

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